Ist ein Glas Rotwein gesund, geschweige denn gut für das Herz?

Geposted von Christopher Gouverneur am

Das berühmte Glas Rotwein am Abend

Viele Menschen glauben immer noch den Mythos, dass ein Glas (Rot)-Wein gut fürs Herz ist. Mittlerweile gibt es aber neuere Studien, die diesen Irrglaube widerlegt haben. Was Alkohol alles mit dem Körper anstellt, könnt ihr in einem unserer anderen Blogbeiträge lesen.

Kurz zusammengefasst hier das wichtigste in Kurzform:

  • Alkohol ist ein Zellgift und dadurch ungesund
  • Wein enthält Alkohol und damit auch das Zellgift
  • Die Wirkung von Resveratrol ist wissenschaftlich nicht belegt

Resveratrol wird beworben als starke Antioxidantien, welche die Körperzellen schützen und weitere positive Eigenschaften aufweisen. Allerdings gibt es hierzu keine eindeutige Studie oder einen Beleg.

 

Auch ein Glas Wein am Tag kann schädlich sein

Was natürlich geht, ist ein Glas alkoholfreier Wein am Abend, dieser Enthält kein Zellgift aber garantiert keinen Kater oder Kopfschmerzen am nächsten Tag.

Wie schon vorhin angesprochen, hatten die damaligen Studien einige Mängel. So galt noch vor ein paar Jahren die Auffassung, dass moderater Weinkonsum einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System hat. Ebenso war es weit verbreitet, dass Rotwein gesund sei, wenn man an Bluthochdruck leidet. Es solle außerdem das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle senken. Durch die neuen Forschungsergebnisse kann man den Verfechtern nun reinen, alkoholfreien, Wein einschenken. Eine gesundheitsfördernde Wirkung konnte von Wissenschaftlern nicht nachgewiesen werden. Nach genaueren Untersuchungen der vorangegangenen Studien wurde festgestellt, dass die Ergebnisse und Untersuchungen fatale Diskrepanzen aufwiesen und dadurch zu falschen Schlussfolgerungen geführt haben. Ein Fehler in den vorherigen Studien war die falsch eingestuften Probanden. So wurden trockene Alkoholiker als abstinent eingestuft und aufgrund ihres Alkoholmissbrauches waren sie krank. Sie waren nicht krank, weil sie keinen Alkohol tranken, sondern sie tranken keinen Alkohol, weil sie krank waren. Dadurch kam es zu verfälschten Ergebnissen. In einer neueren Erhebung wurde dieser Fehler nicht mehr gemacht und auf saubere Probanden gesetzt.

Resveratrol? Was ist das?

Kommen wir nochmal kurz zurück auf das Thema Resveratrol. Dieser Inhaltsstoff ist unter anderem in Wein zu finden. Genauer gesagt findet man diesen in Weintrauben, Erdnüssen und Pflaumen. Auch gibt es Resveratrol als Nahrungsergänzungsmittel zu kaufen. Die Menge von Resveratrol in einem Glas Wein ist allerdings so gering, dass man dafür eine Menge weiterer Risiken aufnehmen muss, als dass es sich überhaupt lohnen würde.

Man kann also festhalten das Alkohol immer schädlich für den Körper und die Gesundheit ist, auch wenn es nur geringe Mengen sind. Auch hier macht die Menge wieder das Gift aus. Die Gesundheitsrisken können natürlich minimiert werden, wenn man Gewisse Grenzen einhält oder auch ganz auf Alkohol verzichtet und stattdessen den Abend genießt mit einem leckeren alkoholfreien Wein. So muss man sich keine Gedanken über Risiken oder Grenzwerte machen und kann ganz entspannt bleiben. 

 

Medikamente und Alkohol

Auch spielt Alkohol eine wichtige Rolle, wenn Medikamente eingenommen werden oder der Köper sich vor einer größeren Krankheit genesen muss.

Hast du dich vielleicht auch schon mal gefragt warum die Kombination aus Alkohol und Medikamenten gefährlich sein kann? Während einer Krankheit oder Medikamentenkonsum sollte kein Alkohol getrunken werden. Antibiotika, Ibuprofen, Cortison und weitere Medikamente und Schmerzmittel vertragen sich absolut nicht mit Alkohol. Sollte dennoch beides gleichzeitig eingenommen werden, dann wird die Wirkung des Medikaments beeinträchtigt und die Möglichkeit besteht, dass der Alkohol die Wirkung auch komplett aufheben kann. Ein besonders großes Problem entsteht, wenn psychisch-wirkende (Schlaf-/Beruhigungsmittel, Antidepressiva) Medikamente in Kombination mit Alkohol eingenommen werden. Hier hebelt der Alkohol die Wirkung nämlich nicht aus, sondern vervielfacht die betäubende Wirkung in sehr gefährlicher Weise.

Es entstehen durch den Mischkonsum häufig Wechselwirkungen, die unvorhersehbar und sehr gefährlich werden und auch mit dem Tod Enden könnten. Auftretende Herz-Kreislauf-Probleme oder Vergiftungen sind dabei keine Seltenheit.

Alkohol, welcher im Körper abgebaut werden muss, entzieht dem Körper Energie, die er eigentlich bräuchte um sich zu erholen und zu genesen (im Falle einer Krankheit). So ist der Verzicht von Alkohol nicht nur die beste Lösung, sondern auch die gesündeste und ungefährlichste. 

Möchtest du noch einen interessanten Fakt über das Trinken von Wein im alten Rom lesen?

Im alten Rom war es als Frau verboten reinen Wein zu trinken. Wer es trotzdem getan hat, konnte mit der Todesstrafe bestraft werden. Das Verbot ist vermutlich auf den Ausschluss des Opferdienstes zurückzuführen, denn dort wurde reiner und unvermischter Wein gereicht. Außerdem war das Trinken von Wein schon ein Schritt in Richtung Ehebruch. Die Begründung war, dass eine Frau die trank, schneller die Kontrolle über sich verlor. So sollten Vorfälle, die der Familie schaden zufügen würde, vermieden werden. 

Nur wie konnte man das nun überprüfen? Im alten Rom gab es das Recht auf das "ius osculi" - einen Kuss. Dadurch konnte überprüft werden, ob die Frau Wein getrunken hat. Heute sind solche Praktiken schon längst überholt und nicht mehr Zeitgemäß. Glücklicherweise gibt es heute genug Alternativen um generell auf Alkohol zu verzichten und alkoholfrei und gesund zu leben.

Daraufhin kann man heute ganz entspannt anstoßen, natürlich alkoholfrei.

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