Alkohol – das passiert mit deinem Körper

Publié par Christopher Gouverneur le

Was bedeutet alkoholfrei für deinen Körper? 

Alkohol kann Spaß machen, aber auch krank. Die Folgen und Risiken kennen wir alle, deswegen wollen wir das Thema noch mal aufgreifen und etwas erläutern.

Der Mythos, dass jeder Rausch dafür sorgt, dass zehntausend Nervenzellen absterben, stimmt nicht so ganz. Alkohol verlangsamt die Reizweiterleitung zwischen den Nervenzellen, daher kommt es zum Beispiel zu Fehlkommunikation zwischen den Nerven. Das zeigt sich durch Aussetzer in Motorik, Sprache und anderen wichtigen Funktionen. Nach dem Rausch kommt das Gehirn langsam wieder zu seiner Leistungsfähigkeit zurück. Durch das Kommunikationsproblem kommt nicht direkt der Verlust von Hirnzellen. Gelegentlicher Konsum muss also nicht zwingend den Tod von Hirnzellen bringen. Das heißt aber nicht, dass es keine anderen Nachteile gibt, weshalb ein alkoholfreies Leben wirklich gesünder ist. Dazu später mehr.

Auch bei Alkohol gilt, „die Menge macht das Gift“, abgleitet von dem Zitat des Urvaters der modernen Pharmazie (Philippus Theophrastus Aureolus Bombast von Hohenheim) "Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei."

Alkohol ist ein Zellgift, welche Nervenzellen angreift. Der Körper versucht immer, dieses Gift so schnell wie möglich auch wieder loszuwerden. Bei übermäßigem und/oder regelmäßigen Konsum kann man also wirklich Hirnschäden erleiden. Weitere Nebeneffekte sind z. B. Charakterveränderungen, Konzentrationsverlust und ein schlechteres Erinnerungsvermögen. Werfen wir einen Blick auf die Organe, um genau zu sein, die Leber. Sie dient dazu, den Alkohol abzubauen. Als Erstes wird Acetaldehyd abgebaut. Ein noch schlimmeres Gift als Alkohol. Die Leber reagiert, indem sie Fett einlagert und sich vergrößert – die sogenannte Fettleber entsteht. Allerdings erholt sich die Leber auch nach einer Zeit. Das dauert aber leider länger als nur ein paar Stunden oder ein, – zwei Tage. Ein paar Wochen braucht sie schon, um wieder im Normalzustand zu sein.

Alkohol ist aber nicht die einzige Ursache für eine Fettleber. Vorerkrankungen, Übergewicht und eine unausgeglichene Ernährung mit wenig Bewegung begünstigten eine Fettleber. Erst bei einem Ultraschall kann die Fettleber auffallen, denn Symptome gibt es keine, sie ist also nicht schmerzempfindlich. Befindet sich die Leber nicht mehr im guten Zustand und wird weiterhin mit Alkohol versorgt, kann die Leber und andere Organe nachhaltig Schaden nehmen. Kann die Leber keine Schadstoffe mehr abbauen und ihre Entgiftungsfunktion nutzen, drohen Erkrankungen mit schlimmen Folgen. Ein paar davon sind Herzmuskelerkrankungen, Bluthochdruck, Krebs oder Entzündungen. Alkoholfrei zu leben erspart dir also all diese Risiken.

Wenn du dich auf der nächsten Party dennoch dazu entscheidest, Alkohol zu trinken und du - wie jeder Mensch - keine Lust auf einen Kater hast, sind hier noch ein paar Tricks und Tipps für dich, wie du deinen Kater am besten überwindest.

 

Nachfolgend eine Statistik, die zeigt wie verbreitet der Alkoholkonsum in Deutschland ist.

 

Wahrnehmungs- und Verhaltensänderung

Alkohol hemmt im Körper die Signalverarbeitung. Dabei wirkt er auf den Botenstoffwechsel und löst so eine entspannende und aufmunternde Wirkung aus.

Doch wie wir alle wissen, schränkt Alkohol mit zunehmender Menge auch immer weiter die Wahrnehmung ein und beeinflusst so im großen Stile das Verhalten des Menschen.

Es fällt uns unter Alkoholeinfluss wesentlich schwerer, uns zu konzentrieren und unsere Reaktionsfähigkeit nimmt auch ab. Auch ist es in diesem Zustand besonders schwer, Entfernungen gut und richtig einzuschätzen.

Alkohol entzieht dem Körper Wasser und sorgt so für erhöhte Müdigkeit. Bei extremerem Konsum kommt es dann zu Verwirrtheit und Orientierungslosigkeit. Bei einer Menge von zwei bis zu drei Promille wirkt der Körper wie betäubt und ab drei Promille aufwärts kann es zu lebensgefährdender Bewusstlosigkeit kommen, wobei auch die Körpertemperatur sinkt.

Ist der Körper nicht mehr dazu in der Lage, große Alkoholmengen selbst zu bewältigen, liegt eine Alkoholvergiftung vor. Folgen davon können Erbrechen, Koma und Atemprobleme sein. Jemand der alkoholfrei lebt, ist also auch davor geschützt mit eingeschränkter Wahrnehmung schlechte Entscheidungen zu treffen, die möglicherweise sogar das Leben gefährden könnten.

 

Mythos oder Wahrheit – Schützt Alkohol vor Krankheit?

Sicher hast du schon mal von der Behauptung gehört, dass Alkohol etwa vor so schwerwiegenden Erkrankungen wie einem Herzinfarkt schützen soll.

Es gibt ein paar Studien, die Hinweise darüber geben, dass Menschen mit Alkoholkonsum seltener an Herzerkrankungen leiden und insgesamt auch eine längere Lebensdauer aufweisen. Wichtig ist, dabei aber zu beachten, dass solche Studien Korrelationen herstellen, die nicht bewiesen werden können.

Leider werden in solchen Studien auch essenzielle Aspekte wie genetisches Make-up des Menschen und die Lebensweise nicht hinreichend berücksichtigt oder auch aus der Rechnung genommen.

Ergebnisse in Bezug auf den Einfluss des Alkohols auf die Blutgerinnung sind mit Vorsicht zu genießen, da sie oft widersprüchlich sind.

Nicht ein Arzt wird dir heute Alkoholkonsum für deine Gesundheit empfehlen und das auch aus gutem Grund. Schließlich hat Alkohol auch immer einen gewissen Suchtfaktor, der nicht zu verachten ist und auch sonst viele schädliche Nebenwirkungen hat. Somit lässt sich ein möglicher Schutz, den man durchaus infrage stellen kann, auch nicht mit den Nebenwirkungen aufwiegen.

 

Was passiert im Körper, wenn wir auf Alkohol verzichten?

Die Leber freut sich als Erstes, wenn du alkoholfrei wirst, sie kann sich innerhalb weniger Wochen komplett vom Alkohol erholen und geschädigte Leberzellen durch neue ersetzen. Die Fetteinlagerungen verschwinden und die Blutwerte werden besser. Eine Leberzirrhose hingegen lässt sich nicht rückgängig machen. Abgestorbene Leberzellen werden durch knotiges Narbengewebe ersetzt. Auch der Magen erholt sich. Durch vermehrte Alkoholkonsum steigt die Produktion der Magensäure. Das wiederum greift die Schleimhäute an und kann zu Entzündungen führen. Der Blutdruck normalisiert sich auch innerhalb weniger Tage. Unter Alkoholeinfluss steigt er an und bei regelmäßigen Alkoholkonsum sogar dauerhaft.

Der Konsum von Alkohol löst vielleicht für den Moment ein schönes Gefühl aus, aber der Körper hat im Nachhinein viel mehr Arbeit beim Kampf mit dem Alkohol. Warum also nicht gleich dem Körper was Gutes tun und auf eine alkoholfreie Alternative zurückgreifen. Ganz egal ob alkoholfreier Sekt, alkoholfreier Wein oder alkoholfreie Spirituosen.

Alle sind eine sehr gute Möglichkeit, sich langsam, aber sicher von dem in Deutschland leider so üblichen üppigen Alkoholkonsum zu verabschieden und einen gesunderen Weg einzuschlagen. Schließlich ist es auch möglich, jede Menge Spaß zu haben, ohne Alkohol zu trinken. Alles, was du gerne tust, bist du zum Beispiel ein leidenschaftlicher Tänzer oder hast allgemein einfach Spaß daran, dich mit Leuten zu treffen und zu lachen, macht das auch ohne den alkoholfrei viel Spaß. Und wenn du beispielsweise auf alkoholfreie Getränke zurückgreifst, kannst du trotzdem den Geschmack genießen und der Unterschied wird auch nicht mehr so groß sein.

 

Lerne auch Nein zu sagen

Gehörst du zu den Menschen, die eigentlich meistens nur Alkohol trinken, weil dich andere dazu einladen? Dann ist es wichtig, auch mal zu lernen, Nein zu sagen. Es ist wirklich keine Schande, etwas Gutes für die eigene Gesundheit zu tun, alkoholfrei zu werden, und deshalb ist auch niemand ein Spielverderber. Du bist ebenso niemals in der Pflicht dafür zusätzliche Gründe anzugeben. Hast du gute Freunde, werden Sie es einfach akzeptieren und trotzdem jede Menge Spaß haben.

Du solltest selbst entscheiden, ob und wie viel du trinken möchtest.

 

Weitere Informationen über Alkohol und den Folgen und Risiken findest du unter https://www.kenn-dein-limit.de/alkohol/schaedlicher-konsum/gefahren-und-folgen/

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